Haus Hünenburg | Historie des Hauses

 

Huenenburg-am-Anfang022

Die Geschichte der Hünenburg

Die Entstehung der Hünenburg am Steilhang der Weser bei Baden wird laut Burgenforscher Dr. Hans Wilhelm Heine auf den Zeitraum zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert als Wallanlage angenommen. Die ursprüngliche Form und Größe ist nach den Recherchen erhalten geblieben.
Die Bremer Kirche mit Erzbischof Adalbert (1043-1072) war Grundbesitzer und betrieb zur damaligen Zeit systematischen Burgenbau. Es liegt die Vermutung nahe, daß die Anlage dem Repräsentations-Bedürfnis des adelig-kirchlichen Erbauers diente.
Um 1400 soll der Legende nach der berühmt-berüchtigte Seeräuber Claus Störtebeker die Hünenburg als Deckung für seine Schiffe genutzt haben. Die Stadt Verden, mit der Störtebeker ebenfalls in Verbindung gebracht wird, führt einmal jährlich zum Andenken an ihn die Brot- und Heringsspende für die Armen durch.
Während des 30jährigen Krieges (1618-1648) wurde die Hünenburg zunächst von den Truppen unter dem Dänenkönig Christian dem IV. besetzt, die später von den kaiserlichen Truppen unter General Tilly vertrieben wurden. 1675 hielten sich die schwedischen Truppen in der Hünenburg auf. Die nördlich verlaufende Straße „Schwedenschanze“ erinnert noch an dieses Ereignis.
1863 wurde die mit „Schanze“ und „Hühnenburg“ bezeichnete Fläche dem Baumann Hinrich Wendt von der Hofstelle Nr. 14 in Baden zugewiesen.
1884 erfolgte die erste Eintragung im Grundbuch
1913 kaufte der Bremer Kaufmann Bernhard Hinrich Waßmann (1865-1932) die Hünenburg. Er beauftragte den Bremer Architekten Hans Grashorn mit der Erstellung der Entwürfe für ein Landhaus innerhalb des Ringwalls.
1914 erfolgte die Fertigstellung sowie der Bezug durch die Familie Waßmann. Zur damaligen Zeit war die Wallanlage noch unbewaldet, sodaß der Blick von den Domtürmen Bremens bis zum Verdener Dom schweifen konnte.
1932 erbte die Witwe Marie Waßmann die Hünenburg, welche sie
1952 an den Bremer Kaufmann Robert Kraemer (1887-1971) verkaufte.
1970 erfolgte die Übergabe im Wege der Schenkung an die Ehefrau Helene „Dolly“ Kraemer, die 1987 verstarb.
Durch testamentarische Anordnung ging die Hünenburg in das Eigentum der als gemeinnützig anerkannten Robert Kraemer-Stiftung über.

Die Robert Kraemer-Stiftung hat die Nutzung der gesamten Anlage auf den Landkreis Verden übertragen. Der Landkreis hat diese Nutzung weiter gegeben an den Verein Haus Hünenburg e.V., der das Ziel verfolgt, die Hünenburg zum Treffpunkt von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zu machen. Außerdem soll die Wallanlage als Kulturdenkmal erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.